Kindergarten Krumbach St. Georg und Obereisenbach St. Margaretha

Die Kinderkrippe

Das Eingewöhnungskonzept für die Krippe

Damit sich das Kind und die Eltern in unserer Einrichtung wohlfühlen und Vertrauen zur Bezugserzieherin des Kindes und unserer pädagogischen Arbeit entwickeln können, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf eine individuelle und sensible Eingewöhnung der Krippenkinder. Deshalb ist es besonders wichtig im Bereich der Krippen- und Kleinkinderziehung, die Eingewöhnung der Kinder nach einem geeigneten Eingewöhnungsmodell zu gestalten. Wir haben dabei sehr gute Erfahrungen mit dem Berliner Eingewöhnungsmodell infans für Krippen- und Tagespflegestellen gemacht. Vor der Aufnahme eines Kindes in die Krippe laden wir die Eltern zu einem persönlichen Aufnahmegespräch ein, um mit ihnen die Gestaltung der Eingewöhnung zu besprechen. In diesem Gespräch lernen sich die Eltern und die Bezugserzieherin näher kennen.

Die erste Zeit in der Krippe

Die Anwesenheit eines Elternteils in der Eingewöhnungszeit gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit in der fremden Umgebung. Eine verlässliche Bezugserzieherin nimmt sich dem Kind an und begleitet es im Alltag. Die Bezugserzieherin gibt dem Kind und auch den Eltern in den ersten Wochen Orientierung. Sie ist die wichtigste Ansprechpartnerin über die Entwicklung des Kindes, dessen Vorlieben oder Abneigungen und wichtige Rituale. Das Kind baut im Laufe der Eingewöhnung auch zu der anderen Erzieherin in der Gruppe eine Beziehung auf. Dadurch kann das Kind später mit Situationen zurechtkommen, bei denen die Bezugserzieherin nicht anwesend ist.

Gespräch zum Abschluss der Eingewöhnung

Nach den ersten Monaten laden wir die Eltern zu einer Auswertung der Eingewöhnungszeit ein. Die bisherige Zeit und der Verlauf der Eingewöhnung werden besprochen. Alltägliche Anliegen oder Erlebnisse werden bei Türund Angelgesprächen ausgetauscht. Das Erleben von sicheren Bindungsbeziehungen beeinflusst eine positive soziale Entwicklung.

Vertrauen und Sicherheit

In unserer Kinderkrippe schaffen wir durch die personelle Besetzung und unseren Tagesablauf einen sicheren Rahmen, in dem jedes Kind zu einer oder mehreren Erzieherinnen eine sichere Beziehung aufbauen kann. Mit viel Einfühlungsvermögen und Respekt nehmen sich die Bezugserzieherinnen des emotionalen und körperlichen Wohlbefindens jedes Kindes an und legen den Grundstein für ein vertrauensvolles Miteinander von Familie und Kindergarten.

Die Umsetzung der Bildungs- und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans in der Krippe

Körper

„Durch Bewegung erfährt das Kind etwas über sich und über seine Welt, Schritt für Schritt ergreift es von ihr Besitz.“ (Dieken, 2004)

Das Kind benötigt für Bewegungserfahrungen all seine Sinne. Wir bieten den Kindern eine abwechslungsreiche Raumgestaltung und vielseitiges Spielmaterial, Möglichkeiten im Alltag zum Klettern, Hüpfen, Rutschen, Rennen, angeleitete Bewegungsspiele und Gelegenheiten, sich schöpferisch und kreativ im Malen, Gestalten und im Rollenspiel auszudrücken. Das naturnahe Außengelände lädt ein, den eigenen Körper zu erproben und zu stärken. Kinder haben Freude an Musik.

Wir singen mit den Kindern, machen Fingerspiele, Tanzspiele oder Klatschen und Stampfen zu Musik. Rhythmusinstrumente wie z.B. Klanghölzer, Rasseleier und Trommeln geben den Kindern die Möglichkeit, Musik und Rhythmus zu erfahren.

Phasen der körperlichen Entspannung sind in unseren Tagesablauf integriert. Dafür gibt es im Gruppenraum Rückzugsmöglichkeiten, z.B. ein Sofa, eine Kuschelhöhle, einen Kinderkorb etc. und im Nebenzimmer einen separaten Schlafraum.

Bewegung ist Leben – Leben ist Bewegung.

Sinne

Um die Fantasie und Kreativität der Kinder anzuregen, schaffen wir in der Krippe vielfältige sinnliche Erfahrungsmöglichkeiten. In allen Situationen des Alltags, z.B. im Spiel, in Pflegesituationen, beim Händewaschen, bei den Mahlzeiten, im gemeinsamen Spiel mit anderen Kindern, in speziellen Angeboten und im Garten beim Erleben der Natur werden die Sinne entfaltet und die Entwicklung der Kinder gestärkt. Im Experimentieren mit verschiedenen Materialien, beim Bauen von Höhlen und Türmen mit Kisten und Klötzen, machen die Kinder ihre ersten eigenen physikalischen Erfahrungen. Eine Form des sinnlichen Ausdrucks ist das kreative Malen und Gestalten. Durch unser unterschiedliches Materialangebot können die Kinder eigene Ideen entwickeln und mit ihren Kunstwerken verwirklichen. Sie machen Materialerfahrungen z.B. mit Kleister, Ton, Knete, verschiedenen Farben, Stoffen und anderen Materialien und lernen über ihre Sinne deren Beschaffenheit kennen. In der Sensibilisierung der Sinne wird ihre Persönlichkeit gestärkt.

Sprache

Die Förderung der Sprache ist ein wichtiger und integrierter Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit in der Krippe. Die Bezugserzieherin nimmt das Gespräch mit dem Kind auf, indem sie die Blicke erwidert, seine Laute beantwortet und auf seine Bedürfnisse eingeht. Die vertrauensvolle Beziehung zwischen der Erzieherin und dem Kind fördert die Kommunikation. Die Erzieherin spricht mit dem Kind und begleitet sprachlich alltägliche Handlungen. Wir geben den Kindern Raum zum Zwiegespräch, z.B. beim Wickeln und Pflegen, beim Essen, Anziehen und im persönlichen Kontakt. Das Zuhören und Nachfragen motiviert die Kinder und fördert die Freude und Lust am Sprechen.

Wir sind uns bewusst, dass wir Fachkräfte Sprachvorbilder für die Kinder sind. Wir erzählen wiederkehrende Geschichten, reimen, lesen und betrachten mit den Kindern Bilderbücher.

Denken

Kinder besitzen bereits sehr früh erstaunliche Fähigkeiten im Wahrnehmen und Denken. Das Wahrgenommene wird im Gehirn gespeichert, sortiert und mit anderen Erfahrungen verglichen. Im Sortieren, Ordnen und Vergleichen macht das Kind Erfahrungen mit Gegenständen und Ereignissen, z.B. werden beim Spaziergang alle Tiere mit vier Beinen wahrgenommen und später bei der Bilderbuchbetrachtung verschiedene Tier wiedererkannt. Sie lernen durch Sehen, Greifen, Tasten, Fühlen, Hören, also durch ihr Tun und durch die Fragen, die sie dabei stellen. Wir lassen uns auf die Kinder ein und gestalten die Umgebung so, dass sie vielerlei Anregungen bietet und die Neugier der Kinder weckt. Vielfältige Alltagssituationen und unsere pädagogischen Angebote ermöglichen den Kindern reichhaltige Wahrnehmungen und die Gelegenheit zur Erweiterung des Wissens und der kognitiven Fähigkeiten.

Gefühl und Mitgefühl

Kinder sind ab dem ersten Tag ihres Lebens in Interaktion. Sie wollen die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse und einen Platz in der Welt finden. Kleinstkinder wenden vielfältige und phantasievolle Ausdrucksweisen an, um ihre Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse anderen mitzuteilen. Es ist uns im Kontakt mit den Kindern wichtig, dass wir uns ihren Ausdrucksformen öffnen und respektvoll und liebevoll mit ihnen umgehen. Sichere emotionale Bindungen, Liebe und Respekt fördern das Selbstwertgefühl der Kinder, das Vertrauen zu sich selbst und in andere Menschen.

Sinn, Werte, Religion

Kinder entwickeln sich in der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und den darin lebenden Menschen. Sie fragen nach dem Woher, Wohin und Warum und fordern Antworten auf ihre Fragen. Im Umgang miteinander und mit bedeutsamen Erwachsenen erfahren die Kinder christliche Werte und Sinndeutungen. Unser Miteinander im Kindergarten und in der Krippe ist geprägt von Akzeptanz, Annahme und Unterstützung der Kinder und ihren Familien. Durch das Erzählen biblischer Geschichten, unsere Rituale, das gemeinsame Gebet und das Feiern der Feste im Kirchenjahr machen wir Kinder mit Gott vertraut. Sie erfahren, wer Gott für uns Menschen ist. Kinder lernen den Glauben, in dem sie ihn erleben.

Übergang in den Kindergarten

Unsere Einrichtung beherbergt unter einem Dach eine Kindergartengruppe und eine Krippengruppe. Die Kinder sind täglich in der Einrichtung und im Garten im Kontakt miteinander und feiern gemeinsam die Feste im Jahreskreis. Den Übergang der Krippenkinder in den Kindergarten gestalten wir möglichst harmonisch. Dies ermöglicht dem Kind, sich in seiner neuen Umgebung zu orientieren und sich wohl zu fühlen. Bevor das Krippenkind in den Kindergarten wechselt, wird es in der Krippengruppe verabschiedet.